
Diese türkischen Würstchen sind "Halal", da das Fleisch von Lämmern oder Kälbern nach islamischen Regeln geschlachtet wurde.
Eigentlich sind die islamischen Speiseregeln nicht besonders kompliziert: Kein Alkohol, keine Schweineprodukte, und Rind oder Lamm müssen geschächtet, also ausgeblutet werden, damit das Fleisch als "Halal", als rituell rein gilt und gegessen werden darf.
In Deutschland dürfen nur zugelassene Schlachtbetriebe schächten. Dabei wird dem lebenden - in Deutschland vorher betäubten - Tier die Halsschlagader durchgeschnitten.
Yusuf Calkara ist der Geschäftsführer des Europäischen Halal-Zertifizierungsinsituts, das finanziell und organisatorisch dem Islamrat der Bundesrepublik sowie dem Bündnis islamischer Gemeinden in Norddeutschland untersteht. Das Institut prüft kostenlos auf Nachfragen der Kunden oder gibt in eigener Regie bei Lebensmittelinstituten Gutachten in Auftrag.
In Zeiten der Massenproduktion kommt die Verbraucheraufklärung oft erst an zweiter Stelle. Halal-Siegel sollen Muslimen beim Einkaufen helfen.
Ein weiteres Problem neben leicht vermeidbaren "Kleinigkeiten" wie Alkohol in Pralinen, sind für Muslime Schweinerückstände in Form von Gelatine. Nach den BSE-Skandalen wird in Europa Gelatine mit Bestandteilen aus Schweinfleisch hergestellt: Eine Schwierigkeit für Muslime, denn dieses Produkt wird für viele Lebensmittel verwendet.
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